Konflikte im Pflegebereich lösen 
Westfälische Nachrichten vom 26. Oktober 2006 Von Peter Seiffert

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Markus Classen bietet die bundesweit erste Ausbildung zum Pflege- und Sozialcoach an

Münster. Der Patient wird eingeliefert, das Pflegepersonal will sich schnell um ihn kümmern, während gleichzeitig die Verwaltung auf einem korrekt ausgefüllten Datenblatt besteht.
"Und da kommt der Arzt und sagt "Hier bin ich", schildert Markus Classen eine typische Konfliktsituation im Pflegebereich. "
Das sind Felder, wo es um Kommunikation geht, um Rücksichtnahme, um Zusammenarbeit."
Der Diplom-Kaufmann bietet als Inhaber der Agentur "Sinn meets Management' bundesweit die erste Ausbildung zum Pflege- und Sozialcoach an.
Wer sie absolviert, kann laut Classen beispielsweise in Krankenhäuser oder Altenheime gehen, um Konflikte als Außenstehender lösen zu helfen - denn: Mitarbeiter des eigenen Hauses sind nicht objektiv."

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Markus Classen bietet die nach eigenen Angaben bundesweit erste Ausbildung zum Pflege- und Sozialcoach an.

Classen, verheiratet, zwei  Kinder, arbeitete während des Zivildienstes mit geistig behinderten Menschen, auch während des Studiums (mit den Schwerpunkten Psychologie und Erwachsenenbildung ) war er in diesem Bereich tätig.
Ich wollte nicht Pizza ausfahren sondern etwas Sinnvolles tun, erzählt er in seinem Büro an der Hamburger Strasse.
Seit 2001 ist er freiberuflich als Coach tätig „ Da bin ich der, der von außen allparteilich berät“
Er ist Träger des Wissenschaftspreises der Plansecur Stiftung 2001.
Die Ausbildung zum Pflege- und Sozialcoach läuft berufsbegleitend über 18 Monate.
Dabei verfolgt Classen drei zentrale Ziele.

Erstens geht es darum, sich selber kennenzulernen. „ Ich muss mich selbst beleiten können, um andere zu begleiten“, erläutert er.
Zweitens sollen die Teilnehmer lernen einzugeifen, wenn sie einen Streit beobachten.
„Dann muss man eine Atmosphäre schaffen, in der sich beide sagen können was Sache ist, ohne sich gegenseitig die Augen auszukratzen.“
Drittens sollen die zukünftigen Coaches lernen, systematisch Gespräche über einen längeren Zeitraum zu führen.
Die Gruppe soll aus höchstens zehn Personen bestehen. „Es geht um die Persönlichkeit des einzelnen.“ begründet Classen.
Voraussetzung zur Teilnahme ist vor allem, die Bereitschaft an sich selbst zu arbeiten und sich am Arbeitsplatz als Persönlichkeit einzubringen, fährt er fort. Die Ausbildung startet im Januar 2007.
In jedem Fall finden ein Vorgespräch und ein Orientierungsworkshop statt, der nächste am Samstag (18. November).
Das Erlernte soll zwischen den Modulen schon ausprobiert und umgesetzt werden. Je zwei Lernpartner telefonieren einmal in der Woche und coachen sich gegenseitig. Außerdem werden zwei individuelle Sitzungen garantiert. „Es kommen schließlich auch Themen auf, die nicht in die Gruppe reingehören“, sagt der Ausbildungsleiter.
Wer dann Pflege- und Sozialcoach sei, könne später im Beruf kürzer treten und dafür diese Tätigkeit ausbauen.
Denkbar sei auch, dass ein Träger von vier Krankenhäusern einen Coach ausbilden lässt, der nicht in seinem eigenen, aber in den drei anderen Einrichtungen des Trägers als Außenstehender arbeitet. Der Bedarf, meint Classen, sei jedenfalls vorhanden.

Hier  finden Sie weitere Informationen zur Ausbildung zum Pflege- und Sozialcoach.



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