Fragen rund ums Coaching 
 
Information für Coachinginteressierte
Coachingbüro Sinn meets Management

Über Coaching gibt es eine Vielzahl von Publikationen und eine Vielzahl von Ansichten und Meinungen. Hier erfahren Sie, wie ich Coaching verstehe - damit Sie einschätzen können, wie ich als Ihr Coach arbeite.
 

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1. Was ist Coaching?

Coaching ist ein zielgerichteter, psychologischer Prozess, der die Verbesserung Ihrer Arbeitssituation unter Einbeziehung Ihrer Persönlichkeit erreichen soll. Coaching beruht auf Ihrer Freiwilligkeit, nur wenn Sie den Zielen und Methoden zustimmen, ist echte Veränderung möglich. Meistens geht es um Leistungsverbesserungen oder die Minderung von Störungen und Belastungen z.B. bei Konflikten, Veränderungen etc.

2. Wie verläuft ein Coachingprozess?

Nach der Kontaktaufnahme durch Sie als Interessenten findet ein Erstgespräch (60 min.) in meinem Coachingbüro statt (andere Orte gegen Aufwandserstattung). Sie erzählen von Ihrer Situation und definieren mit meiner Unterstützung Ziele für eine Zusammenarbeit. Für das Erstgespräch investieren Sie pauschal 70 EUR. Alle weiteren Sitzungen werden mit 130 EUR zzgl. MwSt. für 60 Min. abgerechnet. Ermäßigungen sind je nach persönlicher Situation nach Absprache möglich. Bitte fragen Sie mich im Erstgespräch danach.

Anschließend mache ich Ihnen einen konkreten Vorschlag, zu welchen Themen SIe und ich Coaching-Sitzungen vereinbaren können. Sie sehen dann konkret, welchen Zeit- und Kostenrahmen Sie investieren und was Sie dabei erreichen können. Erst dann entscheiden Sie sich für eine Zusammenarbeit mit mir.

Ist als Aufraggeber ein Unternehmen/eine Organisation beteiligt, so wird diese/s in die Auftragsklärung mit einbezogen. Je nach Situation finden separate oder gemeinsame Gespräche mit den Entscheidern/Vorgesetzten und den Coachinginteressierten statt.

3. Wann macht ein Coaching Sinn?


Genau dann, wenn Sie eine Problemstellung sehen oder spüren und Sie mit Ihren bisherigen Bewältigungsstrategien (Nachdenken, Aufschreiben, Gespräch mit Partner/in oder Freunden, …) nicht zu einer Lösung finden konnten. Oder Sie möchten einfach gezielt in Ihrer Arbeit und Ihren Beziehungen besser werden oder etwas verändern.

Hier einige Beispiele:

- jemand befindet sich in einer Veränderungsphase und möchte sich orientieren und reflektieren (neue Stelle, Berufseinstieg, (geplante) Existenzgründung, Abmahnung, Kündigung,...)

- jemand möchte seinen Umgang mit seinen Mitarbeitern oder seiner Tätigkeit verbessern (Burnout, Konflikte, Motivation,...)

- jemand möchte im Umgang mit sich selbst eine Veränderung angehen (Ausgleich von Arbeit und Freizeit, Erholung, Selbstmotivation,...)

4. Wie unterscheidet sich Coaching von Psychotherapie?

Psychotherapie zielt darauf ab, psychische Störungen zu mindern, bzw. den Umgang damit zu verbessern. Coaching ist primär für Menschen, die (noch) nicht unter einer psychischen Störung leiden, sondern ihre Leistungsfähigkeit in Bezug auf ihre Tätigkeit verbessern oder Blockaden und Hemmnisse in Bezug auf diese überwinden wollen. Coaching ist also eher gegenwartsbezogen und lösungsorientiert und bedient sich dabei psychologischer und psychotherapeutischer Methoden.

5. Wie unterscheidet sich Coaching von Supervision?


Diese Frage wird wohl jeder Coach bzw. Supervisor anders beantworten. Wenn ein Supervisor einen Coach bei der Arbeit beobachtet, würde er vielleicht sagen, der Coach supervidiere und umgekehrt. Supervision ist die ältere der beiden Professionen. Sie stammt ursprünglich aus dem sozialen Arbeitsbereich, während Coaching eher als Antwort auf die veränderten Anforderungen an die Personalentwicklung in der Wirtschaft entstanden ist. Eine mögliche Unterscheidung könnte sein, dass Coaching eher lösungsorientiert ist, während Supervision „super-vidiert“, also über eine Sache herüber schaut und dabei Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen versucht.

Wichtiger als die Frage nach Coaching oder Supervision ist meines Erachtens die Person des Coaches bzw. Supervisors. Bringt er die erforderliche fachliche und inhaltliche Kompetenz mit? Baut sich in der Beziehung zu mir als Coach Vertrauen auf? Aus dem Bereich der Psychotherapie ist bekannt, dass der therapeutische Erfolg zu 70% von der persönlichen Beziehung zum Therapeuten abhängt und nicht in erster Linie von der eingesetzten Therapierichtung. Gleiches gilt auch bei der Abgrenzung zu Beratung, Mediation, etc.

6. Wie unterscheidet sich Coaching von Fortbildungen?

Fortbildungen dienen dazu, sich mit neuen Methoden und Modellen auseinander zu setzen und den Umgang mit ihnen im beruflichen Alltag zu erlernen. Ausgangspunkt ist immer ein eher allgemeines Thema, z.B. „Mitarbeiter motivieren“ oder „Konflikte besser lösen“. Im Coaching ist Ihre individuelle Person und Situation der Ausgangspunkt – die von Ihnen eingesetzte Zeit wird damit viel gezielter nutzbar gemacht, sie ist ausgerichtet auf Ihre individuelle Zielerreichung.

7. Wem gegenüber bin ich als Coach verpflichtet?

In erster Linie mir selbst, dann dem Coachingnehmer als Gegenüber, dann dem Prozess und zuletzt dem Auftraggeber.

Dies bedeutet ganz konkret, dass ich einen Coaching-Auftrag nur annehme, wenn ich selbst an die Zielerreichung glaube und dass ich keine Handlungen unternehme, die gegen mein Gewissen verstoßen.

Dem Coachingnehmer verpflichtet zu sein, bedeutet für mich, mich ganz auf ihn einzulassen und ihn in seinen Belangen „un-bedingt“, also ohne Bedingungen, Ernst zu nehmen.

Weiterhin bin ich verantwortlich für den Prozess, d.h. ich gestalte die Sitzungen bewusst und initiiere und begleite gezielt und Ihrem Einverständnis Ihre Reflektions- und Veränderungsprozesse.

Erst zuletzt bin ich dem Auftraggeber gegenüber verpflichtet, insbesondere den Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten und Verschwiegenheit in allen Belangen des Unternehmens zu bewahren.
Dass der Auftraggeber hier nach dem Coachingnehmer benannt wird, bedeutet, dass ich keine Zielsetzungen des Auftraggebers verfolge, die nicht in Freiwilligkeit mit dem Coachingnehmer abgestimmt sind. Hierauf liegt mein Augenmerk bei der Auftragsklärung.

Ich freue mich Sie und Ihr Anliegen kennenzulernen.

Markus Classen



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